Die Pontonierkurse werden durch die 41 Pontonier-Vereine in der Schweiz durchgeführt unter der Dachorganisation des Schweizerischen Pontonier-Sportverbandes (SPSV). Die Ausbildungen sichern den Genietruppen in der Armee den Nachwuchs an Pontonieren. Die Teilnehmenden erhalten in diesen Kursen eine fundierte Grundausbildung im Wasserfahren von Hand und mit Aussenbordmotor. Ziel ist es, dass die zukünftigen Pontoniere in der Lage sind, ein Schiff sowohl in fliessenden als auch in stehenden Gewässern sicher zu steuern. Die vorwiegenden Tätigkeiten in den Vereinen sind: Wasserfahren mit Ruder und Stachel, Motorbootausbildung mit Schiffsführerprüfung, Seilverbindungen, Jungpontonierlager, Schwimmausbildung, Fitness und Pflege der Kameradschaft. Die vordienstlichen Kurse sind kostenlos und richten sich an Jugendliche im Alter zwischen 15 und 19 Jahren. Es wird zwischen folgenden Kursen unterschieden:
Pontonierkurs I: Grundausbildung in den Vereinen als Vorderfahrer
Pontonierkurs II: Grundausbildung in den Vereinen als Steuermann
Pontonierkurs III: Grundausbildung in den Vereinen als Steuermann ohne Mithilfe des Vorderfahrers
Pontonierkurs IV: Grundausbildung im Motorbootfahren; findet während einem ein- bis zweiwöchigen Lager in den Sommerferien statt
Pontonierkurs V: Schiffsführerprüfung; findet während einem ein- bis zweiwöchigen Lager in den Sommerferien statt
Ziele dieser Kurse sind: sich (in natürlichen Umfeld) sportlich betätigen; die Befähigung, das Medium Wasser zu beurteilen und zu respektieren sowie, sich darauf zu bewegen; die Grenzen der eigenen Möglichkeiten sowie Gefahrenmomente einzuschätzen und sich situationsbezogen richtig zu verhalten; die Grundlagen des Wasserfahrens und der einschlägigen technischen Elemente, soweit zu beherrschen, dass ein nahtloser Übergang zur militärischen Fachausbildung sichergestellt ist; den Gemeinschaftssinn , die Kameradschaft sowie das Verantwortungsbewusstsein zu fördern; das Verständnis der Notwendigkeit der Pontoniere für flexiblen Einsatz im Rahmen der Hilfeleistungen und in der Armee zu fördern; Jugendliche in einem frühen Stadium positiv zu Gunsten der Armee auszubilden und auf die Rekrutierung vorzubereiten (militärpolitische Unterstützung). Entsprechend Alter und Fähigkeiten werden die Teilnehmer der Kurse zuerst "spielerisch" mit dem Wasser in Verbindung gebracht. Mit zunehmendem Alter, körperlicher Leistungsfähigkeit und Erfahrung mit gesteigerten Schwierigkeiten, sollen sie das Wasserfahren und die notwendigen Zusatzbedingungen erlernen, anwenden und sich anlässlich von Wettkämpfen messen.
Jährliche Prüfungen über den Ausbildungsstand
Den Ausbildungsstand stellen die Jungpontoniere in der Regel jedes Jahr im April oder September unter Beweis. So auch am letzten Mittwoch in Schwaderloch. Zu den Prüfungen waren 17 Jugendliche angetreten. Unter den fachkundigen Augen der zwei Prüfer von der Armee, ging es zuerst aufs Wasser. Hier stellten die Vorderfahrer und Steuermänner ihre Fähigkeiten unter Beweis. Natürlich war es den Prüfern nicht entgangen, nicht zuletzt auch anhand von Ranglisten, dass die Schwaderlocher Jungpontoniere auf einem sehr guten Ausbildungsstand sind. So konnten alle Prüflinge in dieser Disziplin glänzen. Bei der anschliessenden Prüfung im Umgang mit Schnür- und Seilwerk, mussten aber auch die Cracks zwischendurch einen zweiten Anlauf nehmen, um den „Knopf" nach Lehrbuch präsentieren zu können.
Bei der Schlussbesprechung erwähnten die Armeevertreter gerne, dass sie hier in Schwaderloch eine sehr gut ausgebildete „Truppe" angetroffen hat und einen sehr guten Ausbildungsstand attestiert. Dies ist nicht zuletzt ein hoher Verdienst des Jungpontonierleiters Fabian Frei mit seinem ganzen Betreuerstab. Entsprechend gross war der Applaus, den Fabian nach diesen Worten entgegennehmen durfte. Mit Spannung wurden dann die Resultate der Prüfungen bekannt gegeben. Schlussendlich durften alle Prüflinge das angestrebte Kursabzeichen entgegennehmen. Bei einer richtigen „Ponti-Wurscht" und etwas zu Trinken wurde dann die Kameradschaft noch gepflegt.
Bilder vom Abend: